Dienstag, 24. Oktober 1995

Um 7:30 gibt es ein tolles Frühstück und anschließend machen wir eine Einbaumfahrt zu einer “Farm”. Ein Venezolaner hat ein 1 ha großes Stück des Sumpfes trockengelegt. Dort stehen Bäume mit allen erdenklichen Früchten wie Orangen, Grapefruit, Limonen, Mandarinen, Papaya, Guave, Kaffee, Bananen, Kokosnüsse und weiteren Früchten, die man bei uns nur aus dem Delikatessenladen kennt. Einfach unbeschreiblich! Zum Mittagessen wird uns in unserer Unterkunft “Pabillon Criollo” gereicht, und nach einer kleinen Siesta in den Hängematten machen wir eine Bootsfahrt zum Atlantik und besuchen ein Pfahldorf der Indianer. Die querliegenden Stämme, auf denen man läuft, sind lose und oft morsch, so daß die Querung eine echte Herausforderung ist. Die Indianer haben uns nur belustigt zugeschaut, denn sie bewältigen diese Strecken ganz leichtfüßig. Schweißgebadet kommen wir nach etwa einer halben Stunde wieder beim Boot an und sind froh, wieder “festen” Boden unter den Füßen zu spüren. Anschließend fahren wir zur Missionssiedlung und können uns die Häuser anschauen. Gott sei Dank gibt es dort betonierte Wege! Nach dem Abendessen ist der Biervorrat erschöpft, und wir müssen auf Rum umsteigen. Dann machen wir noch eine Nachtfahrt mit dem Einbaum in kleine Nebenarme des Orinoco, um Kaimane zu beobachten. Aber wir haben leider kein Glück.



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